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Vortrag: Judenhass gestern und heute – Richard Wagners „Erlösungsantisemitismus“
150 Jahre Bayreuther Festspiele und 50 Jahre Richard-Wagner-Museum sind zweifelsohne ein Grund zum Feiern. Dabei dürfen jedoch die Schattenseiten nicht vergessen werden, zu denen maßgeblich auch Wagners notorischer Antisemitismus gehört.
Insbesondere angesichts zunehmender historischer Erblindung und Gleichgültigkeit als Nährboden des gegenwärtig wieder vermehrt wahrnehmbaren Judenhasses erscheint es notwendig, die historischen Wurzeln und Eigenarten jenes irrationalen Wahns gerade an einem seiner prominenten Repräsentationsorte in den Blick zu nehmen.
Ausgehend von einer aktuellen Situationsbeschreibung und den historischen Hintergründen wird Wagners spezifischer „Erlösungsantisemitismus“ als Ausdruck eines zunehmenden antisemitischen Grundrauschens im 19. Jahrhundert erläutert. Dabei werden Wagners Kampfschrift über „Das Judenthum in der Musik“ ebenso behandelt wie die Frage nach antisemitischen Spuren in seinem Werk und die wirkungsgeschichtlich hoch prekäre Amalgamierung der antijüdischen Ressentiments mit seiner Kulturtheorie und Ästhetik des „Gesamtkunstwerks“.
- Termin: 17 Uhr
- Ort: Saal, Haus Wahnfried
- Keine Voranmeldung nötig
- Der Eintritt ist frei
Veranstaltungsort/-stätte
Richard Wagner Museum, Saal im Haus Wahnfried
Richard-Wagner-Straße 48,
95444 Bayreuth
Veranstalter:in
Richard Wagner Museum
Kontakt Herr Dr. Sven Friedrich
Wahnfriedstraße 2,
95444 Bayreuth
Telefon:
0921 75728-16
E-Mail-Adresse:
info@wagnermuseum.de
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