HEIDEN - tschechischer Film
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HEIDEN - tschechischer Film mit englischen Untertiteln und Filmgespräch
„Heiden“ ist eine Verfilmung eines Theaterstücks der ukrainischen Autorin Anna Jablonska, deren früher Tod diesem existenziellen Drama eine beklemmende Tiefe verleiht. Die Geschichte erkundet das Wesen des Glaubens, die Zerbrechlichkeit der traditionellen Familie und den Druck gesellschaftlicher Moralvorstellungen. Im Zentrum steht eine dysfunktionale Familie, deren Mitglieder zwar ein scheinbar gewöhnliches Leben führen, sich jedoch emotional entfremdet haben und unfähig sind, echte Nähe zueinander aufzubauen. Unter der stillen Oberfläche verbergen sich unausgesprochene Frustrationen, verdrängte Sehnsüchte und erstickte Träume.
Diese erstarrte Welt gerät ins Wanken, als die gläubige Großmutter unangekündigt auftaucht und beschließt zu bleiben. Ihre Anwesenheit wirkt wie ein Katalysator und löst unerwartete Veränderungen bei Mutter, Vater und der jugendlichen Tochter aus. Mit zunehmender Spannung entfaltet sich eine Verwandlung – begleitet von Momenten, die an Wunder grenzen.
In eindringlichem Schwarz-Weiß gedreht, thematisiert Heiden auch den Einfluss der ukrainisch-orthodoxen Kirche unter dem Moskauer Patriarchat – eine Institution, die häufig durch politische Macht und staatliche Kontrolle geprägt ist.
Das sanft satirische, existenzielle Drama aus dem orthodoxen Teil der Ukraine (wie auch Russlands) zeigt den Konflikt zwischen dogmatischer Bigotterie und dem aufrichtigen Wunsch nach Wahrheit und Liebe, projiziert auf die Geschichte einer gewöhnlichen Familie. Es prangert die Religion an, die von der Macht missbraucht wird und zu einem abergläubischen, fanatischen Leben führt. Der Film zeigt, wie verzerrter Glaube das Denken, Handeln und Schicksal von Menschen beschädigt. Die Pharisäer aller Religionen auf der Welt richten bis heute Schaden an – sie gleichen weiß getünchten Gräbern, in denen nur tote Gebeine und allerlei Unrat liegen. Diese Heuchler beeinflussen das Leben von Millionen Menschen und machen aus Religion ein Hindernis auf dem Weg zur Erkenntnis, statt sie als Pfad dorthin zu öffnen.
Alte Gewohnheiten sterben langsam, und die Menschen neigen zum Herdentrieb. In einem Umfeld, in dem religiöse Führer jemand anderem oder etwas anderem als Gott dienen und diese eigennützigen Interessen fälschlich als „Gottes Wort‘ und „Gottes Wille“ ausgeben, lassen sich Menschen leicht kollektiv in eine hoffnungslose Existenz verführen, in der ihr Leben weder aufblüht noch einen Sinn ergibt.
Ein großer Umbruch im Leben kann manchmal eine Therapie für diesen geistigen und spirituellen Tod sein. Denn manchmal ist ein Schock das Beste, was einem passieren kann.
Veranstaltungsort/-stätte
Cineplex Bayreuth, Cineplex
Hindenburgstraße 2,
95445 Bayreuth
Veranstalter:in
Deutsch-Tschechische Gesellschaft Bayreuth
Kontakt Gabriela Jurosz
Noerdlicher Griesweg 11,
95463 Bindlach
Telefon:
09208 482
E-Mail-Adresse:
info@dtgbayreuth.de
Tags
weitere Beteiligte
Cineplex
Die Regisseurin ist anwesend
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