Eigenkunstwerk
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Zielgruppen
roams Kollektiv
Roams versteht sich als Kollektiv für künstlerische Forschungs-, Erfahrungs- und Begegnungsräume, in dem sie unterschiedliche Kunstformen positionieren. Ziel ist, das Klangspektrum des Holzes im Sinne der Neuen Musik als Verbindungselement interdisziplinären Schaffens herauszuarbeiten. Es entstehen immer neue Zusammenhänge. Das Publikum ist Teil der Performance und wird so zum Gesprächspartner der Künstlerinnen und Künstler. Die Bühne ist ein mit dem Zuschauerraum ineinanderfließender Landschaftsraum aus Skulptur, Klang und Performance.
Zur Ausstellung:
Unter dem Motto „Gesamtkunstwerk Bayreuth“ feiert die Stadt das 150-jährige Bestehen des Festspielhauses. Als Gesamtkunstwerk wird etwas bezeichnet, das Musik, Dichtkunst, Schauspiel und Architektur vereint. Bayreuth, als Ort, wird zum „Gesamtkunstwerk“ auch durch die Menschen, die hier leben. Ein in sich geschlossenes Kunstwerk, wie es das Konzept des Gesamtkunstwerks vorsieht, müsste um die Gesellschaft, die Menschen, erweitert werden. Das Konzept der sozialen Plastik, wie es Joseph Beuys beschrieb, wäre eine Möglichkeit die Gesellschaft in ein Werk einzubinden.
Die Ausstellung „Eigenkunstwerk“ geht der Frage nach, wie verschiedene Künste und der Mensch über die Idee des Gesamtkunstwerks und das Konzept der sozialen Plastik hinaus zukunftsfähige Werke und die mündige Gesellschaft darstellen kann.
Wie das Gesamtkunstwerk vereint die Ausstellung unterschiedliche Ausdrucksformen zu einer übergeordneten Einheit; wie die soziale Plastik begreift sie die Beteiligten als aktive Gestalter einer gemeinsamen Wirklichkeit. Das Eigenkunstwerk führt diese Gedanken weiter, indem es die Offenheit des Prozesses und die schöpferische Eigenständigkeit jedes einzelnen Elements ins Zentrum stellt. Nicht die Vollendung, sondern die fortwährende Hervorbringung wird zum eigentlichen Werk. Diese Ausstellung versteht sich nicht als abgeschlossenes Werk, sondern als offener Prozess. In Anlehnung an den Begriff der POIESIS – des Hervorbringens und Entstehens – wird Kunst nicht als fertiges Objekt, sondern als fortlaufender Akt der Gestaltung begriffen.
Die performative Arbeitsweise des Künstlerkollektivs roams macht die Ausstellung zu einem lebendigen Organismus, der sich durch Handlungen, Begegnungen und Entscheidungen stetig verändert. Dabei wird das Eigenkunstwerk auf mehreren Ebenen erfahrbar. Jedes einzelne Werk, jede Performance und jede beteiligte Person bildet ein Eigenkunstwerk mit eigener Form, eigener Dynamik und eigenem Charakter.
Gleichzeitig sind diese voneinander unabhängigen Einheiten Teil eines größeren Ganzen, das sich aus ihrem Zusammenspiel immer wieder neu zusammensetzt. Die Ausstellung selbst wird zum Eigenkunstwerk: ein autonomes und zugleich kollektives Gebilde, das aus einer Vielzahl individueller Beiträge entsteht und dessen endgültige Gestalt prinzipiell unbestimmt bleibt. Die Besucherinnen und Besucher treten dabei nicht nur als Betrachter auf, sondern werden selbst zu Mitgestaltenden. Durch ihre Anwesenheit, ihre Entscheidungen und ihre Interaktionen beeinflussen sie die ästhetische und inhaltliche Entwicklung der Ausstellung.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, selbst Teil des Eigenkunstwerkes zu sein.
Veranstaltungsort/-stätte
Neues Rathaus, Ausstellungshalle
Luitpoldplatz 13,
95444 Bayreuth
Veranstalter:in
Kunstmuseum Bayreuth
Kontakt Frau Alexandra Kuhnke
Maximilianstraße 33,
95444 Bayreuth
Telefon:
0921 7645310
E-Mail-Adresse:
pr@kunstmuseum-bayreuth.de
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