Brigitt Hadlich - RheinGoldFische
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Brigitt Hadlich:
Ich arbeite in Arbeitsphasen und Projekten, die manchmal Jahre in Anspruch nehmen, aber irgendwann abgeschlossen sind oder in ein neues Projekt übergehen. Die Themen kommen auf mich zu. 2024 habe ich das „Seesternprojekt“, das 2014 begann abgeschlossen und eigentlich wollte ich mich jetzt dem begonnenen „Baum- und Waldprojekt“ zuwenden – durchaus aus gegebenen Anlass. Aber es kam anders.
Mit Scanner und Kamera sammle ich Strukturen, aus der Natur und von den Spuren der Menschen – auch vergängliche Strukturen wie Fleisch oder Schnee werden so konserviert und verfügbar gemacht. Die archivierten Strukturen werden immer wieder angeschaut und weiterbearbeitet. Manchmal entsteht etwas, manchmal nicht, oder es dauert einige Zeit bis etwas Neues daraus wird. Im Herbst 2024 fotografierte ich im Kellerfenster ein mit alten Blättern, Staub und verschiedenen Schmutzpartikeln „angereichertes“ Spinnennetz, sehr interessant. Im Januar 2025 wollte ich es am Computer bearbeiten und es zeigten sich unerwartet Strukturen, die die Assoziation Meeresgrund, Fluss oder Seegrund, oder großes Aquarium hervorriefen – ein (Kunst-)Raum für Fische.
Für einen Künstler, der die neuen Medien schon vor Jahrzehnten zu seinem künstlerischen Hauptausdrucksmittel gemacht hat ist die Vereinnahmung der Künstlichen Intelligenz dann nur ein logischer experimenteller Ansatz. Also wurden die ersten Fische generiert und sie gefielen mir und ihnen gefiel es offensichtlich in meinem „Aquarium“. Noch ziemlich einfach wurden sie bald raffinierter, nicht nur im Farbspektrum nachbearbeitet sondern mit anderen Strukturen verschmolzen und verändert. Sie werden alle katalogisiert, mit Nummern und Namen und „Lebenslauf“ beschrieben.
Die Bäume haben ihren eigenen Platz in der Welt der Fische bekommen, sie sind mit deren Habitaten vernetzt und werden zu einem mitbestimmenden und die Standorte verändernden Wesen, manchmal auch zu einem bildmächtigen Symbol.
Für die Ausstellung im Café Wahn wurde der Ausstellungstitel Rhein-Gold-Fische vorgeschlagen und der fiel bei mir auf fruchtbaren Boden. Ich beschäftige mich mit dem „Ring“ aus verschiedenen Richtungen und es entstehen wie von selbst Bilder, als hätten sie nur darauf gewartet zum Leben erweckt zu werden. Es ist ein Thema, dass in der Luft liegt, ein Zeitthema. Die Fische und die Landschaften nehmen Stellung zu heutigen Themen, auch wenn märchenhaft umschrieben und verklausuliert - in einer Welt „Unter Wasser“ oder „Über Irdisch“ spielen die AI-Fische ihre Rollen und verändern ihre Welt ob es nun ein Meer, ein Fluss oder ein Aquarium ist – bis zur Götterdämmerung oder noch weiter.
Veranstaltungsort/-stätte
Jean Paul Art Space
Friedrichstraße 5,
95444 Bayreuth
Veranstalter:in
Tags
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Für die Ausstellung wurde der Titel Rhein-Gold-Fische vorgeschlagen und der fiel bei mir auf fruchtbaren Boden. Ich beschäftige mich mit dem „Ring“ aus verschiedenen Richtungen und es entstehen wie von selbst Bilder, als hätten sie nur darauf gewartet zum Leben erweckt zu werden. Es ist ein Thema, dass in der Luft liegt, ein Zeitthema. Die Fische und die Landschaften nehmen Stellung zu heutigen Themen, auch wenn märchenhaft umschrieben und verklausuliert - in einer Welt „Unter Wasser“ oder „Über Irdisch“ spielen die AI-Fische ihre Rollen und verändern ihre Welt ob es nun ein Meer, ein Fluss oder ein Aquarium ist – bis zur Götterdämmerung oder noch weiter. (Brigitt Hadlich)
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